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Probenwochenende als Feinschliff für die Galakonzerte

Nach einem aufregenden und erfolgreichen Jahr mit zwei tollen Ergebnissen bei internationalen Wettbewerben stehen für das “sinfonische blasorchester wehdel” wie jedes Jahr zwei Galakonzerte im Stadttheater Bremerhaven und zwei Herbstkonzerte in Wehdel an.

Eigens hierfür hat sich das Orchester, wie jedes Jahr, vom 06.-08. November in der Jugendherberge Rotenburg an der Wümme niedergelassen, um ein intensives Probenwochenende abzuhalten, bei dem der nötige Feinschliff für die “Amerikanischen Impressionen” erarbeitet wurde. Schon am Freitag Nachmittag fanden sich die ersten Musiker ein, um in Einzel- oder Registerproben technisch heikle Stellen besonders auszuarbeiten. Trotz der ganztägigen anstrengenden Probenarbeit blieb am Abend noch Zeit für einen gemütlichen “Bunten Abend”, bei dem das Orchester beisammen saß, um sich unterschiedlichste Darbietungen von Ensemblegruppen oder SolistInnen anzuhören.

Ob rhythmische Genauigkeit in “Blue Shades” von Frank Ticheli, oder Klangfarbe und Intonation in George Gershwins “An American in Paris”, das abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programm wurde von den rund 70 Laienmusikern bis ins kleinste Detail einstudiert, um dieses dem Publikum wie gewohnt hochklassig und professionell zu Gehör zu bringen.

Karten gibt es für Interessierte an der Abendkasse des Stadttheaters Bremerhaven oder an den Ticketverkaufsstellen der Nordsee-Zeitung. Die Konzerte finden statt am 03.+05.11. im Stadttheater Bremerhaven (www.stadttheater-bremerhaven.de) und am 10.+11.11. in der Mehrzweckhalle Wehdel.

Zweite Goldmedaille fürs “sinfonische blasorchester wehdel

Genau sechs Wochen nach der erstmaligen Teilnahme am „World Music Contest“ im niederländischen Kerkrade bewies das „sinfonische blasorchester wehdel“ erneut sein großes musikalisches Können. Nachdem die Wehdeler in Kerkrade mit 82,5 Punkten eine Goldmedaille erhielten, brachte ihnen die vierte Teilnahme an den „EURO-Musiktagen“ in Bösel erneut eine Goldmedaille sowie zwei Pokale. Die 70 Amateurmusiker gewannen mit der hervorragenden Gesamtpunktzahl von 118,4 von 120 Punkten nicht nur in der Orchesterklasse, sondern holten auch den Gesamtsieg. Dirigent Thomas Ratzek wurde für seine großartige Orchesterleitung mit dem Dirigentenpreis belohnt. In vorigen Teilnahmen am Wertungsmusizieren in Bösel konnte bereits einmal der Tagesgesamtsieg sowie zweimal der zweite Platz erreicht werden.

Nach der erfolgreichen Heimkehr aus den Niederlanden gab es eine verkürzte Sommerpause von zwei Wochen für die Hobbymusiker, bevor die Probenarbeit erneut begann. Statt sich auf dem Erfolg in Kerkrade auszuruhen, legte Ratzek dem Orchester nahe, das Stück „Aurora Awakes“ von John Mackey nicht nur genau so gut wie in Kerkrade zu spielen, sondern sich weiter zu verbessern. „Aurora Awakes“ war sowohl in Kerkrade als auch in Bösel Wahlstück des Blasorchesters und wird das Ensemble auch noch viele Jahre begleiten. In wenigen Wochen wird die zweifach ausgezeichnete Komposition gemeinsam mit anderen „Amerikanischen Impressionen“ erst am 03.11. und 05.11. im Stadttheater Bremerhaven und anschließend am 10.11. und 11.11. in der Mehrzweckhalle Wehdel zu hören sein (Karten für Wehdel hier auf der Homepage und für Bremerhaven unter www.stadttheater-bremerhaven.de)

Das Orchester erwartet daher noch ein intensives Probenwochenende im Oktober sowie die wöchentlichen Tutti- beziehungsweise Registerproben. Das diesjährige Programm überzeugt nämlich wieder nicht nur durch musikalische Vielfalt und abwechslungsreiche Unterhaltung, sondern fordert die Musiker auch technisch sehr heraus. So wird die Probenarbeit auch nach Bösel nicht pausiert, sondern das Konzertprogramm weiter geprobt, denn seit Mitte des Jahres lag der Fokus vor allem auf “Aurora Awakes”. Das Orchester kehrte letzten Sonntag nach einem langen Tag glücklich und zufrieden mit seinen drei Preisen nachhause zurück und freut sich auf die nahende Konzertreihe 2017.

Erster Jugendorchesterworkshop mit 50 Teilnehmern

 

Am Samstag, den 12.08.17, richtete das „sinfonische blasorchester wehdel“ zum ersten Mal einen Jugendorchesterworkshop aus. Dieser sollte zum Ziel haben, junge und junggebliebene Musiker aus verschiedenen Musikvereinen und Orchestern der Umgebung zu vereinen und Instrumentalschülern ohne Orchestererfahrung einen Einblick in das Mitspielen in einem großen Blasorchester zu geben. So versammelten sich am Samstagmorgen um 9.00 beinahe 50 aktive Musiker jeden Alters, von denen einige sogar aus weiter entfernten Städten wie Norden oder Rotenburg anreisten.

Neben zahlreichen Nachwuchsmusikern aus dem Nachwuchsorchester „WoodBrass“ und dem Vororchester „New Winds“ konnten auch einige Auswärtige begrüßt werden. Es wurde den ganzen Tag geprobt; zunächst im Tutti mit allen in der Pausenhalle der Grundschule Geestenseth. Die musikalische Gesamtleitung übernahm Thomas Ratzek, der Dirigent des „sinfonischen blasorchesters wehdel“. Locker und mit viel Witz fügte er das Orchester, das sich gerade erst kennengelernt hatte, zusammen und sorgte für viel Lachen, Konzentration und Spielfreude. Viele der Jüngeren saßen zum ersten Mal in einem so großen Ensemble und konnten an diesem Tag über sich hinauswachsen und erfahren, was es bedeutet Teil eines ganzen Orchesters zu sein. Aber auch viele Erwachsene und Jugendliche hatten den Mut ohne Orchestererfahrung teilzunehmen. Einige der Stücke auf dem Programm waren eher leicht – wie „Firework“ von Katy Perry – doch schon hier zeigten sich viele Möglichkeiten für Ratzek, mit den Musikern zu arbeiten und ihnen mehr Klang, Dynamik, usw. zu entlocken. „Star Wars – The Force Awakens“ begeisterte nicht nur Fans der Filme, sondern sorgte als Medley mit einigen unbekannten Themen des siebten Teils für viel Abwechslung und rhythmische Herausforderungen. Bei „Stratosphere“ (Otto M. Schwarz) stieg das Orchester in die atemberaubende Höhe von 30 Kilometern auf und stellte den Sprung von Felix Baumgartner mit einem Fallschirm dar, der in das Guinnes Buch der Weltrekorde aufgenommen wurde. Das vierminütige sinfonische Werk stach durch Windeffekte mit Instrument oder Mund, einem mitreißendem Thema und viel atmosphärischem Klang heraus und war daher auch für Musiker, die schon länger dabei sind, eine musikalische Herausforderung.

Nach Satzproben (Holz, Blech, Schlagzeug) am Nachmittag gab es abends eine letzte Tuttiprobe bevor um 18.30 zahlreiche Zuhörer bei der öffentlichen Probe begrüßt werden konnten. Raztek probte exemplarisch ein paar letzte knifflige Stellen und anschließend wurden alle Stücke einmal durchgespielt, was viel Applaus auslöste. Erschöpft aber zufrieden traten alle nach dem gemeinsamen Abbauen die mehr oder weniger lange Heimreise an. Die Planungen für einen Jugendorchesterworkshop 2018 laufen bereits. Interessierte können eine Mail mit dem Betreff „Newsletter“ an jugend@sinfonisches-blasorchester-wehdel.de senden.

“Sinfonisches blasorchester wehdel” kehrt mit Goldmedaille heim

Es war das erste Mal, dass das “sinfonische blasorchester wehdel” am “World Music Contest” (WMC) in Kerkrade in Holland teilnahm. Nach der Bewerbung einige Monate zuvor, bei der unter anderem die „Colour Symphony“, Wehdels Auftragswerk von Philip Sparke, als Hörbeispiel gewählt wurde, konnte sich das Wehdeler Amateurorchester für die 2. Division qualifizieren und gegen 24 Orchester aus aller Welt antreten. An vier Wochenenden fanden Wertungen statt. Hier spielte jedes Orchester das Pflichtstück „Summer Dances“ von Adam Gorb und ein Wahlstück.

Am vierten und letzten Wochenende des „WMC“ trat das „sbw“ am 30. Juli um 13.30 Uhr zum Wertungsspiel an. Nach vielen Monaten intensiver Probenarbeit inklusive Probenwochenende in der Sommerferien- und Urlaubszeit gab es nun die Gelegenheit in der halbstündigen Wertung sein Können zu beweisen. Das gelang mit „Summer Dances“ in einer höchst zufriedenstellenden Weise, da viele Musiker sinngemäß äußerten, das Orchester habe dieses Werk so gut vorher noch nie gespielt. Auch Dirigent Thomas Ratzek sah zufrieden aus und dirigerte voller Elan. Ganz besonders mitreißend an Gorbs Stück sind sowohl die technische Filigranität als auch die gewaltige Energie der drei Sätze, bei der das Orchester dynamische Kontraste und Spielfreude zeigen konnte.

Das “sbw” spielt “Summer Dances”

Es folgte das Wahlstück „Aurora Awakes“ von John Mackey, das nicht nur durch seine umfassende Besetzung (zwei Bassklarinetten, eine Kontrabassklarinette, einen Konzertflügel, mehrere Stabspielinstrumente und viele weitere) beeindruckt, sondern sich auch in der Hinsicht von anderen Wahlstücken unterschied, als dass es aus dem Nichts aufbauend ist und sich über zehn Minuten bis zum Ende fast ununterbrochen steigert. So wird dargestellt, wie beim Sonnenaufgang aus einem dämmrigen Himmel das erste Sonnenlicht hervorbricht, das schließlich – eindrucksvoll instrumentiert durch klanggewaltige Blechchoräle und virtuose Umspielungen im Holz und im Klavier – strahlend und blendend den Himmel erleuchtet. Beide Stücke entlockten der Jury Applaus und „Aurora Awakes“ folgte langer Applaus des Publikums mit Standing Ovations.

So verließen die Musiker glücklich die Bühne und traten die mehrstündige Heimreise im Bus an. Bereits nachmittags standen die Ergebnisse fest und das „sinfonische blasorchester wehdel“ erhielt für seine großartige Leistung 82,50 Punkte und damit eine Goldmedaille. Ratzek hatte zuvor gesagt, bei der ersten Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb müsse erst einmal ausgelotet werden, wo das Orchester stehe und sein Ziel sei gewesen, mindestens 70 Punkte zu erreichen. Mit 82,5 von 100 Punkten bewegt sich das Orchester im oberen Viertel der Bewertungsskala und ist damit sogar über Ratzeks Ziel weit hinausgeschossen. Ratzek nahm im Rahmen der Ergebnisbekanntgabe erfreut und stolz die Goldmedaille für sein „sbw“ entgegen.

Für Ratzek als nichtprofessionellen Dirigenten, für den Wehdel die erste Station als musikalischer Leiter war, ist die Teilnahme am „WMC“ genau so besonders wie für das Orchester. So auch seine treffenden Worte nach der Wertung: „Ich bin sehr stolz und zufrieden mit der musikalischen und technischen Leistung des Orchesters. Den Spaß und die Freude an der Musik konnte man jedem Musiker ansehen. Das hat mich sehr glücklich gemacht.“ Ihn und jeden Musiker verbindet sowohl die Leidenschaft für die Musik und fürs Wehdeler Orchester als auch die besondere Wertschätzung des großartigen musikalischen und menschlichen Zusammenspiels innerhalb des Ensembles.

Zeit für eine lange Pause ist nicht, denn bereits im November werden Ratzek und die Musiker in zwei Galakonzerten und zwei Herbstkonzerten ihre „Amerikanischen Impressionen“ und darunter auch „Aurora Awakes“ präsentieren.

“WoodBrass” konzertiert beim Sommerfest der mitKids

Bereits zum vierten Mal fand am 17.06.2017 das Sommerfest der mitKids – Stiftung im Reitclub Bremerhaven statt. Erneut lud die Ehlerding – Stiftung Kinder und Paten zu einem Grillnachmittag mit buntem Rahmenprogramm ein. Genau wie letztes Jahr sorgte das Nachwuchsorchester „WoodBrass“ mit Dirigent Malte Behrens für die musikalische Gestaltung des Events. In einem einstündigen Konzert unter freiem Himmel bewiesen die jungen Musiker ihr Können und spielten Film-, Pop- und sinfonische Musik für die jungen und älteren Zuhörer. Auch starken Windböen und Nieselregen zum Trotz war der Auftritt ein voller Erfolg und entlockte dem Publikum viel Applaus. Neben einer Weltreise mit Otto M. Schwarzs „Around the world in 80 days“ und weiteren sinfonischen Stücken gab es auch Bekanntes zu hören, so zum Beispiel „Let it Go“ aus dem bekannten Disney – Film „Frozen“ und Hits von ABBA.

Nachwuchsmusiker des “sinfonischen blasorchester wehdel” begeistern zahlreiche Zuhörer

Am Sonntag, 11.06.2017, war die Pausenhalle der Grundschule in Geestenseth für einen Sonntag ungewöhnlich voll. Grund dafür war das alljährliche Jugendkonzert des Nachwuchses des “sinfonischen blasorchester wehdel“. Vor zahlreichen Zuschauern zeigten die Schüler ihr Können. Malte Behrens, Dirigent des Nachwuchsorchesters “WoodBrass”, führte locker durchs Programm.

Für einige junge Musiker war es der erste Auftritt vor großem Publikum, ob als Solo-Auftritt oder in einem Ensemble. Dementsprechend hoch war die Aufregung. Aber nicht nur bei den Jüngeren, auch manch gestandener Musiker versuchte seine Nervosität zu vertuschen. Diese war völlig umsonst, denn alle Auftritte begeisterten das Publikum und zeigten, welche großartige Leistung Schüler und Lehrer gemeinsam auf die Beine stellen können.

Von Solo-, über Duett- bis Ensemblevorträgen war alles dabei. Neben der Sopranblockflötengruppe präsentierten auch zwei Orchester das Zusammenspiel in einer größeren Gruppe. Für das Vororchester “New Winds”, welches im März 2016 gegründet wurde, war es das zweite Jugendkonzert und es wurde deutlich, wie viel Arbeit und Fleiß in diesem Jahr an den Tag gelegt wurde. Das Publikum bekam neben „Guns ‘n’ Cowboys“ und „A Chinaman in Paris“ auch die allbekannte Melodie von „Pirates of the Carribean“ auf die Ohren. Das Finale bot das Nachwuchsorchester “WoodBrass” unter der Leitung von Malte Behrens. Das aus ca. 23 Musikern bestehende Orchester nahm die Zuschauer in „Around the world in 80 days“ mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Auch die ganz Kleinen wurden von „Let it go“ begeistert. Die harte und intensive Arbeit, besonders auf dem alljährlichen Probenwochenende in Rotenburg, hat sich ausgezahlt. Für die von den begeisterten Zuschauern laut geforderte Zugabe mischten sich die Musiker von “New Winds” unter das Nachwuchsorchester und beendeten mit „Wallace & Gromit“ ein sehr aufregendes, schönes, spaßiges und erfolgreiches Jugendkonzert 2017!

Uns hat es Spaß gemacht und wir freuen uns auf nächstes Jahr!
Eure Jugendwarte Antonia, Dennis, Feemke, Kara, Pia und Wiebke

Wehdeler Auftragskomposition gewinnt Kompositionswettbewerb

Philip Sparke, Walter Ratzek, Thomas Ratzek

Freudig und stolz gab Philip Sparke am 16.Dezember 2016 bekannt, dass seine dritte Sinfonie „A Colour Symphony“ aus dem Jahr 2014 den US-amerikanischen Kompositionswettbewerb „National Band Association William D. Revelli Memorial Band Competition“ gewonnen habe. Für Sparke ist es das zweite Mal, nach 2005, dass er diesen Wettbewerb mit einem seiner Werke gewinnt. Nicht nur der britische Komponist, auch das „sinfonische blasorchester wehdel“ mit Dirigent Thomas Ratzek nahmen die Neuigkeiten mit großer Begeisterung entgegen. Sparke besuchte 2012 ein Konzert des Wehdeler Laienorchesters und begann daraufhin die Auftragskomposition, die 2014 im Stadttheater Bremerhaven vom „sbw“ uraufgeführt wurde. Das zwanzigminütige Werk ist eine zeitgenössische sinfonische Komposition der Höchststufe und beschreibt in fünf Sätzen verschiedene Farben, wobei den Musikern nicht nur präzise Technik, sondern auch ein hohes musikalisches Niveau abverlangt wird. Das Gewinnen des Kompositionswettbewerb sei insofern auch eine große Ehre für das Orchester, da Sparke seine preisgekrönte Sinfonie maßgeschneidert auf die umfangreiche Besetzung und inspiriert von Orchesterklang und musikalischem Können der Wehdeler komponiert habe, so Dirigent Ratzek. Philip Sparke ist seit Jahren eine Berühmtheit in der Blasmusikszene und seine Werke werden überall auf der Welt prämiert und aufgeführt. So bedeutet ein Erfolg der „Colour Symphony“ auch für Wehdel internationale Aufmerksamkeit und Präsenz.

Jahresrückblick 2016

Für das sinfonische blasorchester wehdel war 2016 ein ereignisreiches Jahr mit einer Jubiläumsfeier als Höhepunkt im November. Zunächst wurde im März das neue Vororchester gegründet, das einen ersten Einstieg ins Orchestermusizieren ermöglicht und auf das Nachwuchsorchester „WoodBrass“ vorbereitet, das wiederum die Vorstufe zum sinfonischen blasorchester wehdel ist. Beim alljährlichen Jugendkonzert im Juni präsentierten sich nicht nur beide Ausbildungsensembles, sondern auch zahlreiche Solokünstler und die Bläserklasse und Blockflötengruppe der Musikschule in Wehdel. Im September belegte das „sbw“ bei den EURO-Musiktagen Bösel den zweiten Platz mit einer exzellenten Punktzahl und kehrte mit einem hohen Geldpreis nach Wehdel zurück. Im November begeisterte das Amateurorchester über 1000 Zuhörer in je zwei Galakonzerten im Stadttheater Bremerhaven und zwei Herbstkonzerten in der Wehdeler Mehrzweckhalle. Das Motto „Fiesta“ feierte die 10-jährige Zusammenarbeit mit Dirigent Thomas Ratzek aus Bremen. In allen vier Konzerten wurde ein anspruchsvolles Programm mit sinfonischer Blasmusik verschiedener Stile dargeboten. Von einer „Fiesta Mexicana“ ging es über Kuba zu den „Yiddish Dances“, welches das Wertungsstück in Bösel im September gewesen war. Neben anderen Werken wurde das Orchester außerdem erst nach zwei Zugaben von der Bühne entlassen.Das Vororchester und „WoodBrass“ untermalten musikalisch die Jubiläumsfeier der Grundschule Wehdel im September und außerdem die Seniorenadventsfeier im Oldenburger Haus und einen Abend des mobilen Adventskalenders in Wehdel. Eine gemeinsame Weihnachtsfeier mit 30 Nachwuchsmusikern plus Eltern und Geschwister beendete das Jahr mit einigen Weihnachtsliedern und anschließendem weihnachtlichem Buffet. Für das „sbw“ wird es 2017 spannend. Neben einem abwechslungsreichen und virtuosen Konzertprogramm, das dieses Mal ausschließlich Werke von US-amerikanischen Komponisten präsentiert, wagt das Orchester Ende Juli eine neue Herausforderung: Der „World Music Contest“ in Kerkrade in den Niederlanden zieht jährlich zahlreiche internationale Profi – und Amateurorchester an. Mit zwei Stücken wird Wehdel an dem Wettbewerb der Blasorchester teilnehmen.

Musikalische „Fiesta“ entzündet die Wehdeler Mehrzweckhalle

Das sinfonische blasorchester wehdel spielte sein 34. Herbstkonzert am Freitag und am Samstag (25. + 26.11.) vor insgesamt über 400 Zuhörern

Stadttheater Bremerhaven 2017

Nach den Galakonzerten im Stadttheater Bremerhaven fand sich das Orchester wie jedes Jahr zum Heimspiel in Wehdel ein und verließ den Saal nach zwei Stunden Konzertprogramm mit dem Titel „Fiesta“ erneut unter großem Beifall eines begeisterten Publikums. Dieses wurde begrüßt von der „Cuban Overture“, die George Gershwin nach einer Kubareise 1932 komponierte. Schwungvolle Rumbaklänge gemischt mit sehnsuchtsvollen Holzbläserpassagen und karibischem Flair im Schlagwerk eröffneten ein abwechslungsreiches Programm zu Ehren des 10-jährigen Jubiläums des Dirigenten Thomas Ratzek. In der „Symphony 5 ½ “ von Don Gillis, einem höchst anspruchsvollen Werk, werden dem Orchester alle Dynamiken, schnelle Tempowechsel und verschiedenste Artikulation von weich und zart bis hässlich und grob abverlangt. In vier Sätzen zeigte das Orchester sein hohes musikalisches Niveau. Vor der Pause fanden sich Musiker und Zuhörer auf einem Marktplatz in Mexiko ein und hörten in „La Fiesta Mexicana“ (Owen H. Reed) zuerst ein mitreißendes Feuerwerk der Hörner und der Percussioninstrumente und anschließend den mystischen Aztekentanz. Nach einer besinnlichen Messe im zweiten Satz endete das 20-minütige Werk mit einem fulminanten Finale, dem Karneval. Ratzek, der charmant durchs Programm moderierte, gab zu, dass er stolz sei, dieses höchst anspruchsvolle Werk mit den Wehdelern aufführen zu können. Es sei besonders im norddeutschen Raum selten ein Orchester zu finden, das dieser Herausforderung gewachsen ist.
Nach einer Pause begrüßte das Orchester die Zuhörer mit einem Stück, das einige Musiker schon lange kennen. „Mexican Pictures“ von Franco Cesarini war das erste Stück, das Ratzek nach seiner Übernahme des Orchesters von Vorgänger Michael Dürk einstudiert hatte. Zehn Jahre später ist das Orchester nicht nur größer und verfügt über mehr Instrumente, sondern hat sein Niveau auch kontinuierlich gesteigert. Das letzte Stück des mitreißenden Konzertabends waren die „Yiddish Dances“ , das in fünf Sätzen verschiedene jiddische Tänze verarbeitet. In seinem Werk verbindet Gorb die traditionelle Klezmer-Musik mit dem farbenreichen Klangspektrum eines sinfonischen Blasorchesters. Auch hier waren die Musiker sehr gefordert: technische Präzision, großartige Solo-Passagen und Stimmungswechsel von ausgelassen und leidenschaftlich bis zurückhaltend und fast unhörbar leise. Ein rasantes accelerando mündete in den begeisterten Beifall der Zuhörer, die die 75 Amateurmusiker erst nach zwei Zugaben von der Bühne entließen. Nächstes Jahr erwartet das Publikum ein amerikanisch angehauchtes Programm und das sinfonische blasorchester wehdel wird außerdem an einem der bekanntesten und wichtigsten Wettbewerbe der Blasmusikszene in Kerkrade in den Niederlanden antreten.

Erneuter Erfolg bei den EURO-Musiktagen

Bereits zum dritten Mal in Folge traten die 75 Musiker des sinfonischen blasorchesters wehdel am 10.09.2016 beim internationalen Orchesterwettbewerb Euro-Bösel an, bei dem sie 2014 den zweiten und 2015 den ersten Platz belegt hatten. Mit den „Yiddish Dances“ von Adam Gorb, einem fünfsätzigen Werk von sehr hohem technischen und musikalischen Anspruchs belegten die Wehdeler einen zweiten Platz mit exzellenter Bewertung. Der 1. Platz ging an das befreundete Orchester aus Norden, das das „sbw“ schon mehrmals im Rahmen der Musikveranstaltung „Watt’n Klang“ besucht und dort konzertiert hatte. Die Wehdeler kehrten sehr zufrieden mit dem zweiten Platz und einem stattlichen Preisgeld von 1.500 Euro nachhause zurück. In Bösel bot sich außerdem die Gelegenheit, viele andere Ensembles aus Deutschland und Europa kennenzulernen und anzuhören, was wie immer eine interessante und bereichernde Erfahrung ist. Im Anschlus an die Wertung nahm das “sbw” außerdem am Festumzug durch die Stadt teil. Nach der Preisverleihung wurde abends die Heimkehr angetreten.

Jugendkonzert des Blasorchesters Wehdel

Wie jedes Jahr vor den Sommerferien fand auch dieses Jahr das Jugendkonzert der Nachwuchsausbildung des sinfonischen blasorchesters wehdel statt. Am 12. Juni gab es für alle Ensembles sowie Einzelschüler die Möglichkeit, in der Aula der Geestensether Grundschule vor einem Publikum zu zeigen, was sie im Unterricht oder in den Proben erarbeitet haben. In der Nachwuchsausbildung des Orchester sind aktuell etwa 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Musikalischer Früherziehung über Bläserklasse, Einzelunterricht bis Vororchester und Nachwuchsorchester.
Begonnen mit zwei Klavierschülerinnen, Saxofonduetten, Einzeldarbietungen an Trompete, Posaune, Flöte und Klarinette, endete die erste Hälfte des Konzertes mit dem ersten Auftritt des neuen Vororchesters, das im März gegründet wurde. Durch das Programm führte Malte Behrens und alle Darbietungen wurden mit großem Applaus des gut gelaunten Publikums belohnt. In der Pause lockte ein Kuchenbuffet mit Kaffee, Tee und Kaltgetränken. Anschließend ging es in eine ebenso stimmungsvolle zweite Runde. Nach verschiedenen gemischten Holzensembles spielten die Blockflötengruppe und die aktuelle Bläserklasse Stücke aus Film und Fernsehen und Volkslieder. Das Highlight des Nachmittags war wie jedes Jahr der Auftritt des Nachwuchsorchesters „Woodbrass“, das als Vorstufe zum sinfonischen blasorchester wehdel fungiert und die Jugendlichen auf das Mitspielen mit den Großen vorbereiten soll. Der hohe Anspruch der Stücke „Singapura Suite“ von Jan van der Roost und einem Medley aus Elvis – Songs und das Können der Musiker bewiesen, dass das junge Ensemble mit seinem Dirigenten Malte Behrens dieser Anforderung auf jeden Fall gerecht wird.
Erst nach der Zugabe „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James Bond – Film und nicht abreißendem Applaus war das Konzert zu Ende. Neue Musiker sind überall jederzeit herzlich willkommen.

Neue Töne in der Wehdeler Grundschule

Ein zweites Ausbildungsorchester für den Nachwuchs des sinfonischen blasorchesters wehdel

Seit März 2016 treffen sie sich einmal die Woche und üben zusammen. Bis jetzt sind es rund 12 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis vierzehn Jahren, die unter der Leitung von Kara Tober zusammen musizieren. Sie lernen, auf was man alles achten muss, wenn man nicht nur für sich, sondern mit Anderen in einer Gruppe zusammen spielt. Dazu kommen dann noch allerlei neue Noten aus Pop, Filmmusik und sinfonischer Blasmusik, der Musikrichtung, der sich auch das „große“ Orchester vor nun zehn Jahren verschrieben hat.
Das Vororchester ist für alle da, die ein bis zwei Jahre Unterricht haben und soll natürlich nicht nur jede Menge Spaß machen, sondern auch aufs Spielen im Nachwuchsorchester „Woodbrass“ und später im sinfonischen blasorchester wehdel vorbereiten. Noch gibt es Einiges zu organisieren, seien es Noten, Abläufe oder das übliche Chaos bei den Schlagzeugern, die sich nicht nur um eins, sondern gleich um bis zu fünf verschiedene Instrumente kümmern müssen. Doch bereits nach wenigen Proben ist die Wehdeler Pausenhalle nun jeden Freitag von 16.00 bis 17.00 von Musik erfüllt, die sich hören lassen kann. Bis jetzt sind Schlagzeug, Klavier und sämtliche Holzblasinstrumente besetzt, doch das Ziel ist ein vollständig besetztes Orchester. Junge (oder junggebliebene) Musiker sind stets willkommen. Das Vororchester arbeitet eifrig auf seinen ersten Auftritt beim Jugendkonzert hin.

Konzertreihe 2015

Wie jedes Jahr fand im November als Höhepunkt und Jahresabschluss die übliche Konzertreihe des sinfonischen blasorchesters wehdel mit dem 3. Galakonzert am 13. und 15. November im Stadttheater Bremerhaven und dem inzwischen 34. Herbstkonzert am 20. und 21. November in der Mehrzweckhalle Wehdel statt.

Die Konzerte standen dieses Mal unter dem Titel „Cinema meets symphonic winds II“ und wie schon im Jahr 2011 wurde die zweite Konzerthälfte ganz der Filmmusik gewidmet, wodurch eine abwechslungsreiche Mischung von sinfonischer Blasmusik und bekannten Melodien aus Filmen verschiedener Genres auf dem Programm stand. Nach einem fulminanten und gekonnten Auftakt mit der Overture aus Leonard Bernsteins Oper „Candide“, das vor Energie, Geschwindigkeit und Lebensfreude nur so strotzt, folgte das viersätzige Werk „Die Pinien von Rom“ von Ottorino Respighi in einer Bearbeitung für sinfonisches Blasorchester. Die vier Sätze beschreiben mal mit düsteren und neblig schwebenden Klangflächen und mal mit spritzigen und ausgelassenen Melodien vier Straßen der Stadt und gelten als nicht nur rhythmisch besonders anspruchsvolles Werk, das das voll besetzte sinfonische blasorchester wehdel eindrucksvoll vortrug und dabei seine ganze Bandbreite an musikalischem Können, Klang und Dynamik zeigte. Zu dieser Meisterleistung trug nicht zuletzt das stets ausdrucksstarke und genaue Dirigat des Dirigenten Thomas Ratzek bei, der nun schon seit fast zehn Jahren in Wehdel musikalischer Leiter ist. Eine Harfe, Klavier und eine Nachtigall – im Schlagwerk versteckt – führten Musiker und Zuhörer noch tiefer in die geheimnisvolle musikalische Welt, die der Komponist mit seinem lautmalerischen Werk erschaffen hat.

Nach einer Pause verwandelten die bekannten Melodien um die Dinos aus „Jurassic Park“, komponiert von John Williams, und Captain Kirk und seine Crew aus „Star Trek Into Darkness“ (Musik von Michael Giacchino) die an allen Abenden sehr gut gefüllten Konzerthallen in eine fantastische Filmwelt voller Abenteuer, Spannung und Gefahren. Die beiden Arrangements begeisterten sowohl mit den bekannten Hauptthemen beider Filme als auch mit unbekannteren Melodien, die sich rhythmisch präzise und großartig für sinfonische Blasmusik bearbeitet durch alle Register zogen.

Nach dem verdienten Applaus gingen alle Lichter aus und ein Scheinwerfer an. Als nächstes Stück stand das sehr bekannte Thema aus dem Film „Schindlers Liste“ auf dem Programm, für das als Solistin an der Geige die weltweit erfolgreiche Christine Schwarzmayr gewonnen werden konnte. Die Oscar-prämierte Musik von John Williams begleitet die emotionalen und ungeschönten Bilder des ganz in schwarz/weiß gehaltenen Films mit weichen, aber auch schmerzvollen und klagenden Klängen, die tief berühren. So geschah es auch an diesen ganz besonderen Minuten im Konzert des sinfonischen blasorchesters wehdel, das – die Noten nur von Pultleuchten beleuchtet – den dunklen Saal durch zarte begleitende Töne mit musikalischem Licht füllte und so den Teppich schuf für die großartige Darbietung der Solistin, die mit bewegender Eindringlichkeit jeder Note des Stückes sein ganzes Potenzial an Gefühl und Ausdruck entlockte. Auch nach Ausklingen des letzten Tons verharrten Musiker, Solistin und Publikum einige atemlose Momente bevor der mehr als verdiente Applaus die Stille durchbrach.

Als Abschluss des Konzertprogramms bot das sinfonische blasorchester wehdel seinen Zuhörern wie im Vorjahr eine Welturaufführung der ganz besonderen Art. Passend zum Motto der Konzertreihe folgte eine persönlich auf das Orchester zugeschnittene zwanzigminütige Suite musikalischen Materials der bekannten Trilogie „Zurück in die Zukunft“, die zwischen 1985 und 1990 erschien und weltweit Erfolg feierte. Als Arrangeur konnte Walter Ratzek gewonnen werden, der als großer Bruder des Dirigenten, Solist am Klavier im Jahre 2009 und Dozent in den vom Förderverein Musica Nova organisierten Workshops kein Unbekannter in Wehdel ist. Dem Dirigenten war es vor allem ein Anliegen, nicht bloß die musikalischen Themen aneinanderzureihen , sondern ein authentisches Werk zu schaffen, das der Musik im Film ähnlich ist und die Motive nicht bloß hintereinander vorstellt, wie es in bisherigen Arrangements oft der Fall ist. Das ist Walter Ratzek mehr als gelungen und nach einigen Monaten Komponierarbeit konnte die Probenarbeit in Wehdel beginnen. Das Ergebnis präsentierten die über 70 Musiker in den vier Konzerten und zeigten dabei, warum sie zu der Spitze der Blasorchester in Norddeutschland gehören. Der mysteriöse und fast chaotisch wirkende Auftakt, der durch virtuose und präzise gespielte Sechzehntel im Holz und zackige, genaue Einwürfe im Blech charakterisiert ist, glänzt mit schnellen Taktwechseln und aufwändiger Rhythmik. Sofort findet der Zuschauer sich in der dunklen, verregneten Nacht wieder, in der Marty und Doc auf den rettenden Blitz warten, der die Energie für die Zeitreise im zur Zeitmaschine umgebauten Auto liefern soll. Tatsächlich lässt das erste Erscheinen des eigentlichen Hauptthema lange auf sich warten, zieht sich dann aber in abgewandelter Form durch die ganze Suite. Neben Liebesgeschichten und Rettungsaktionen erlebten die Zuhörer auch spannende Begegnungen mit Cowboys und Indianern. Das imposante und großartige Finale ist geprägt vom immer wieder variierten Thema und klangvollen Tutti-Stellen. Das technisch und musikalisch hoch anspruchsvolle Werk wurde vom Orchester eindrucksvoll bewältigt und alle Register sowieso zahlreiche Solisten an Es-Klarinette, Sopransaxophon, Schlagwerk (Waschbrett!) und anderen Instrumenten konnten beweisen, dass sie den hohen Anforderungen mehr als gewachsen waren. Die Mischung aus Romantik, Action, ruhigen und wilden ausgelassenen Passagen waren der angemessene Abschluss für ein abwechslungsreiches und musikalisch sowohl sehr unterhaltsamen als auch anspruchsvollen Konzertes. Nach langem Applaus, auch für den an allen Abenden anwesenden Arrangeur Walter Ratzek, ließ es sich das Orchester natürlich nicht nehmen, das begeisterte Publikum mit zwei Zugaben zu verabschieden. Der aus Loriots „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ („Letztes Jahr war mehr Lametta“) bekannte Helenenmarsch sorgte bei Publikum wie Musikern für frohe Stimmung und „Gabriellas Sång“ aus dem emotionalen Chorfilm „Wie im Himmel“ mit einem klangvollen Englisch Horn – Solo und gesummten Gesangseinlagen im Orchester für einen runden Abschluss der Konzertabende. Insgesamt konnten um die 1200 Zuschauer begrüßt werden. Nach einer After Show Party im Anschluss an das letzte Konzert in Wehdel verabschiedete sich das Orchester in die wohl verdiente Winterpause und probt nun seit Anfang Januar an einem neuen ganz besonderen Programm, da der Dirigent Thomas Ratzek dieses Jahr sein 10 – jähriges Jubiläum feiert. Die Konzerte 2016 stehen passend dazu unter dem Motto „Fiesta“.

Doppelsieg für Wehdeler Orchester
Erfolg bei Europäischem Wettbewerb in Bösel

Bereits zum 53-mal fanden Mitte September internationale Musiktage, die “Euro Bösel” in Bösel (nähe Cloppenburg) statt. Die Organisatoren hatten ein viertägiges, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt und Orchester, Fanfarenzüge, Big-Bands und Drumkorps aus ganz Europa folgten der Einladung.

Höhepunkte des letzten Veranstaltungstages waren der Festumzug durch den geschmückten Ort sowie ein musikalischer Wettstreit nach Noten, bei dem sich die Teilnehmer einer kritischen, international besetzten Jury stellen mussten.
Am Umzug und auch am Wettbewerb nahmen das sinfonische blasorchester wehdel unter der Leitung von Thomas Ratzek sowie auch das Nachwuchsorchester “Woodbrass” unter der Leitung von Malte Behrens teil.

Die 70 Musikerinnen und Musiker des sinfonischen Blasorchesters präsentierten “Highlights from The Seville Suite” (Bill Whelan / arr. Johan de Meij) erstklassig, in feinem Orchesterklang, stilsicher und technisch überragend. So gelang es den irischen Geist des Werkes auf Publikum und Jury zu übertragen.

Wenig später startete das auch das Nachwuchsorchester “Woodbrass” in den Wettbewerb.
Mit Shalom (Philip Sparke), einer Suite jüdischer Volkslieder, wagten sich die 25 jungen Nachwuchsbläserinnen und -bläser aus Wehdel zum ersten Mal überhaupt in einen Wettbewerb. Malte Behrens hatte sein Orchester bestens vorbereitet und so gelang ein überzeugender Vortrag.

Am Sonntagabend erfolgte die Bekanntgabe der Ergebnisse und es gab viel Grund zum Jubel:
Das sinfonische blasorchester wehdel errang nicht nur in der Orchesterklasse den ersten Platz sondern wurde zusätzlich Tagessieger aller teilnehmenden Gruppen und erhielt dafür neben einem Pokal einen Scheck über 3.000 €. Zusätzlich erhielt Thomas Ratzek einen zweiten Dirigentenpreis. Das Nachwuchsorchester “Woodbrass” musste sich bei seiner ersten Wertungsteilnahme mit einem der hinteren Plätze zufrieden geben.

Nach der Wettbewerbsteilnahme bereitet das Orchester nun sein Programm mit Filmmusiken vor; Melodien aus bekannten Filmen sind am 13. und 15. November im Stadttheater Bremerhaven (Karten an der Theaterkasse erhältlich) und am 20. und 21. November bei den Herbstkonzerten in Wehdel zu hören (Karten bei der Volksbank eG Bremerhaven Cuxland und unter Tel. 04749-1034292.

“A Colour Symphony” lockt mehr als 1500 Gäste
Welturaufführung ein Höhepunkt in der Orchestergeschichte

Was vor drei Jahren begann, endete im November 2014 mit einem eindrucksvollem Erfolg: Das Orchester feierte die Welturaufführung seiner eigenen Sinfonie.

Bereits vor drei Jahren begannen die Vorbereitungen um einen Traum des Orchesters wahr werden zu lassen: Am Anfang stand die Idee sich ausgerechnet von Philip Sparke, dem gegenwärtig bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten sinfonischer Blasmusik, eine eigene Sinfonie auf den Leib schreiben zu lassen.

Mit der Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland sowie der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken wurden Sponsoren gefunden, die die Finanzierung großzügig zusicherten. Philip Sparke aus London willigte ein und besuchte bereits 2012 das Herbstkonzert um sich von den Fähigkeiten des Orchesters zu überzeugen.
Im Frühjahr 2014 war es soweit; die Komposition war abgeschlossen und dem Orchester wurden die Noten übersandt.

Sparke schreibt eine Vielzahl von Auftragskompositionen, aber die herausragende Bedeutung dieses Werkes wird klar, wenn man sich bewusst macht, das ‚A Colour Symphony’ erst seine dritte Sinfonie ist. Er hat den Wehdelern ein großartiges, stimmungsvolles und farbenfrohes Werk auf den Leib geschrieben, dass sicher in den kommenden Jahren überall auf der Welt noch eine Vielzahl von Zuhörer fesseln wird.

Dem Wunsch Thomas Ratzeks entsprechend würde es eine “große Partitur”, d.h. Die ohnehin üppige Besetzung eines sinfonischen Blasorchesters wurde noch um Klavier, Harfe, zwei Celli und eine starke Besetzung in den tiefen Holzbläsern ergänzt. Daraus ergibt sich eine große Vielzahl von Klangmöglichkeiten die Sparke in den fünf Sätzen voll ausschöpft.

Thomas Ratzek und seine Musikerinnen und Musiker haben seit dem Frühjahr so hart wie selten zuvor an dem halbstündigen Werk gearbeitet um Publikum und Komponisten zu begeistern. Bereits zur Generalprobe war der aus London angereiste Komponist anwesend um zum ersten Mal seine Komposition zu hören. “Thomas, you made it!” war der erste Kommentar des beeindruckten Engländers.

Am Folgetag war das Orchester am Ziel der langen Reise: die Welturaufführung im ausverkauften Bremerhavener Stadttheater wurde zu einem großen Erfolg. Das Programm “The Music of Philip Sparke” beinhaltete weitere Werke aus der Feder Sparkes. Als Moderator stand Walter Ratzek zur Verfügung und der Bruder des Wehdeler Dirigenten führte charmant und gekonnt durch das Programm bevor es dann schließlich zum Höhepunkt des Abends kam. Thomas Ratzek und seine 80 Musikerinnen und Musiker musizierten sich gekonnt und souverän durch die fünf farbigen Sätze.

“Standing Ovations” des begeisterten Publikums waren der verdiente Lohn für Dirigent und Orchester und der Komponist ließ es sich nicht nehmen auf der Bühne Lob und seine Glückwünsche für eine eindrucksvolle Leistung auszusprechen.

Es folgte ein weiteres Konzert im Bremerhavener Stadttheater bevor am letzten November-Wochenende bei den Herbstkonzerten auch in Wehdel die neue Sinfonie erklang.
Insgesamt besuchten mehr als 1.500 Zuhörer die vier Konzerte – ein wunderbarer Erfolg für das Orchester das nach dem letzten Konzert noch bis in die frühen Morgenstunden seine verdiente “After-Stage-Party” feierte.

WoodBrass zu Gast auf der Bremervörder Seebühne

Viel Zeit zur Vorbereitung gab es nicht, schließlich kam die Einladung des Jugendorchesters Bremervörde nur zwei Wochen vor dem Konzerttermin am 27.07.2014.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hatte das Bremervörder Jugendorchester sich vorgenommen, ein komplett eigenes Konzert zu veranstalten. Und in diesem Zusammenhang hat es gleich die Gelegenheit genutzt, ein paar Freunde einzuladen. Durch den guten Kontakt zwischen Mirco Benthien, dem Dirgenten des Bremervörder Jugendorchesters, und Malte Behrens, hat WoodBrass, das Nachwuchsorchester des sbw, es sich natürlich nicht nehmen lassen, die Veranstaltung mit eigenen musikalischen Beiträgen zu unterstützen.

So brachte der Wehdeler Nachwuchs den rund 300 Zuhören am Vörder See neben seinem bekannten Programm vom Jugendkonzert mit Geschichten von Wildpferden und Geheimagenten auch lateinamerikanische Klänge mit “Oye Como Va” von Tito Puente zu Gehör. Anschließend zeigte das Bremervörder Jugendorchester sein beeindruckendes Können mit einem guten Mix aus Film- und Musical-Melodien, sowie Originalwerken. Nach dem Gastspiel der Stadtkapelle Bremervörde kam es dann zum finalen Showdown mit allen drei Orchestern gemeinsam auf der Bühne. Das Publikum zeigte sich begeistert und lies die Musiker nach den gemeinsamen Stücken “Friends for Life” und “Blues Brothers Revue” nicht ohne Zugaben von der Bühne.

Der Dank gilt hier insbesondere dem Bremervörder Jugendorchester, die eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!

Musikalische Vollbeschäftigung beim Nachwuchsorchester

Am Wochenende 28. /29. Juni verbrachte das Nachwuchsorchester das Probenwochenende in der Jugendherberge in Nordenham. Mit voller Besetzung und über 20 Musikern wurde an 2 Tagen in der gemütlichen Unterkunft intensiv geprobt, getobt und mit vollem Körpereinsatz Sport betrieben, was so mancher mit mehreren blauen Flecken beim Basketballspiel leidvoll erfahren musste. Mit Ruben am Schlagzeug, Sontje an der Trompete, Lena am Horn und Telsa an der Klarinette gab es auch 4 Neulinge, die erstmals mit zum Probenwochenende fuhren.

In intensiven Proben wurden die Stücke “Friends for Life”, “Accidentally in Love” aus Shrek 2, “Shackelford Banks – Tale of Wild Mustangs” und “Mission Impossible” für das Jugendkonzert geübt.
Am Samstagabend wurde nach dem Grillen und zwischenzeitlichem Blicken auf das Brasilienspiel selber bis spät abends gekickt. Und so viel schlechter als im fernen Südamerika sah das gar nicht aus. Auf alle Fälle fielen mehr Tore als bei Brasilien gegen Chile. Und trotzdem war im Anschluss noch immer genug Power für weitere gemeinsame Spiele in der Jugendherberge vorhanden
Am Sonntagmittag wurde das Wochenende nach weiteren Proben mit einem zünftigen Essen bei McDonald’s beendet.

Am folgenden Freitag musste wegen des Viertelfinalspieles Deutschland gegen Frankreich extra die Generalprobe vorverlegt werden. Die Probe war ebenso erfolgreich, wie das Fußballspiel, was man am Sonntag darauf im Jugendkonzert hören konnte:
Beim Jugendkonzert am 06. Juli brachten in diesem Jahr junge Musiker an der Klarinette, der Querflöte, der Posaune, dem Schlagzeug und dem Klavier ihre gelernten Werke zu Gehör. An der Klarinette waren dies Lea Ebeling, Antonia und Alicia Wiedemann, Christin Kaiser und Berit Wöst, an der Querflöte Luisa Maack, Melvin Hemeyer an der Posaune, Kilian Wiechmann, Ruben Wöst und Nielson Voos am Schlagzeug, Jana Ebeling an der Trompete und Johannah Meyer, Mel-Lina Johannsen, Marlene Sophie Brunßen und Fenja Kuhri am Klavier.

Den Abschluss machte WoodBrass unter der Leitung von Malte Behrens. Es wurden die 4 Stücke vom Probenwochenende dargeboten, wobei das junge Orchester vor allem bei Mission Impossible im schwierigen 5/4 Takt überzeugte. Die zwischenzeitliche Pause wurde von den Zuhörern zur Versorgung mit Getränken und selbstgebackenen Kuchen von der vorbereiteten Kaffeetafel genutzt. Alles in allem auch in diesem Jahr wieder ein sehr gelungenes Jugendkonzert. Die Spendentuba freute sich umso mehr.
Dank geht auch an die Lehrer Jaqueline Berge (Klarinette und Querflöte), Rainer Tober (Posaune), Tomoyo Ueda (Schlagzeug) und Kikuko Harako (Klavier), sowie an die Jugendwarte Malte, Alena, Pia, Florian, Maren, Miriam und Anne-Marie und natürlich an die Unterstützer aus dem Festausschuss Wiebke und Kara.

Nachwuchsmusiker schaffen den Sprung ins große Orchester

Rund ein Jahr nach den letzten Aufnahmeprüfungen können wir nun die nächsten vier Nachwuchstalente im großen Orchester begrüßen. Drei Klarinettistinnen und eine Euphonium-Spielerin haben Ihre Aufnahmeprüfung bestanden und sind nun fest im großen Orchester dabei.
Wir wünschen Euch viel Spaß und eine tolle Zeit!

 

Ravels Boléro auf CD gebannt
Vierter Livemitschnitt des “sinfonischen blasorchester wehdel

Die siebzig Musikerinnen und Musiker des sinfonischen blasorchesters wehdel unter der Leitung von Thomas Ratzek begeisterten mit ihrem Konzertprogramm “Boléro” mehr als 1200 Zuhörer. Jetzt ist ein Livemittschnitt des Konzertes auf CD erhältlich. Neben Ravels Meisterwerk sind unter anderem die “Olympic Fanfare” (John Williams), “El Camino Real” (Alfred Reed) und “A Savannah Symphony” des englischen Komponisten Philip Sparke zu hören.

Erhältlich ist die CD ab sofort zum Preis von 10,00 € über diese Website!

Galakonzert in Bremerhaven und Herbstkonzerte in Wehdel: Alles ausverkauft!
(von Ralf Drossner, Cuxhavener Nachrichten)

Auf ausverkaufte Herbstkonzerte in Wehdel konnte das sinfonische blasorchester wehdel in den letzten Jahren bereits zurückblicken, doch in diesem Jahr wurde erstmals ein zusätzliches Konzert im Stadttheater in Bremerhaven angeboten. Das Orchester unter seinem Dirigenten Thomas Ratzek wurde nicht enttäuscht, neben dem restlos ausverkauften Stadttheater mit über 650 Besuchern waren die beiden Herbstkonzerte in der Mehrzweckhalle der Bürgermeister-von-Soosten-Schule ebenfalls wieder bis auf den letzten Platz besetzt!
Dem Publikum wurde auch in diesem Jahr wieder ein eindrucksvolles Programm geboten. Zur Eröffnung erklang die “Olympic Fanfare und Theme” von John Williams, die 1984 zu den Olympischen Sommerspielen komponiert wurde. Moderator Udo Bernshausen gab die entsprechenden Informationen zu den Stücken und führte mit seiner sympathischen Ausstrahlung durch das Programm, das sich mit der “Mouvement Symphonique” von Stephan Adam fortsetzte, bevor dann “A Savannah Symphony – Symphony Nr. 2” von Philip Sparke erklang, mit dem sich das sinfonische blasorchester wehdel bei den Deutschen Meisterschaften in Chemnitz den vierten Platz unter den Höchststufenorchestern sichern konnte und Niedersachsenmeister des NMV 2013 wurde.
Nach einer kurzen Pause ging es dann lateinamerikanisch mit “El Camino Real” von Alfred Reed weiter, bevor dann der “Boléro” von Maurice Ravel erklang, der den solistischen Musikern einiges abverlangte. Das Publikum dankte dieser Leistung mit Standing Ovations. Zum Abschluss erklang dann “Cartoon” von Paul Hart, bei dem sich die Zuhörer akustisch in einem Zeichentrickfilm wiederfanden. Auch dafür gab es noch einmal einen kräftigen Applaus, so dass das Orchester erst nach zwei Zugaben von der Bühne entlassen wurde.
Für das kommende Jahr ist die Welturaufführung “A Colour Symphony” von Philip Sparke geplant, die vom sinfonischen blasorchester wehdel in Auftrag gegeben wurde. Aktive Musiker haben bereits beim vom Förderverein “Musica Nova” durchgeführten offenen Workshop im April 2014 die Gelegenheit, den Komponisten kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten.

 

sinfonisches blasorchester wehdel” ist Niedersachsenmeister
Erfolgreiche Teilnahme an den 50. Landesmeisterschaften in Harsefeld

Eine große Leistung des sinfonischen Blasorchesters aus Wehdel: Bei den 50. Landesmeisterschaften des Niedersächsischen Musikverbandes (NMV) am 14. und 15. September in Harsefeld konnte das Orchester das Prädikat “mit ausgezeichnetem Erfolg” erringen und wurde mit 96 von 100 möglichen Punkten Niedersachsenmeister. Gleichzeitig bedeuteten die 96 erreichten Punkte einen neuen Wertungsrekord des Wettbewerbs.

Bereits zum 50. Mal lud der Niedersächsische Musikverband seine Orchester, Spielmanns- und Fanfarenzüge zu einem zweitägigen Wettstreit auf. Organisator und Ausrichter war diesmal der Spielmannszug aus Harsefeld, der mit viel Fleiß und Geschick für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte. Aus den verschiedenen musikalischen Bereichen hatten sich insgesamt 850 Musiker aus 29 Musikgruppen zu den Meisterschaften gemeldet. Am zweiten Veranstaltungstag waren die 65 Wehdeler Musikerinnen und Musiker mit ihrer Wertung in der Gruppe “A8 – Orchester” am Zug.

In der vollbesetzten Halle galt es zunächst das Pflichtstück “Shichi-go-san” des japanischen Komponisten Itaru Sakai aufzuführen, was eindrucksvoll gelang. Aber mit dem Selbstwahlstück “A Savannah Symphony” des englischen Komponisten Philip Sparke konnte das Orchester unter dem Dirigat von Thomas Ratzek seine außerordentliche Leistungsfähigkeit noch eindrucksvoller unter Beweis stellen. Mit sattem und dynamischem Orchesterklang wurden die verschiedenen Sätze moduliert und das Publikum in seinen Bann gezogen. Großer Applaus der Anwesenden und höchstes Lob der Jury waren der Lohn für die intensive Vorbereitung. Zwei Jahre lang, bis zum nächsten Wettbewerb, dürfen sich die Wehdeler nun “Niedersachsenmeister” nennen.

Dem Wehdeler Ensemble ist es mit diesem Sieg gelungen, die Titel beider niedersächsischer Musikverbände – Niedersächsischer Musikrat (NMR) und Niedersächsischer Musikverband (NMV) – in der jeweiligen Orchesterklasse auf sich zu vereinen. Dieses “Double” hat vor den Wehdelern noch kein niedersächsisches Orchester geschafft.

Für das Orchester folgt nun die Zeit intensiver Vorbereitung auf die drei eigenen Konzerte unter dem Titel “Bolero”: Am 17. November konzertiert das Orchester im Stadttheater Bremerhaven (Karten sind ausschließlich an der Theaterkasse oder online auf der Seite des Stadttheaters erhältlich) und am 22. und 23. November laden die Musiker nach Wehdel zu ihrem 32. Herbstkonzert ein (Karten sind bei der Volksbank, unter Tel. 04749-1034292 oder über die Orchesterwebsite erhältlich).
Neben der “Savannah Symphony” wird der “Bolero” des französischen Komponisten Maurice Ravel ein musikalischer Höhepunkt aller drei Konzerte werden.

Die neue Bläserklasse startet durch

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist in der Bürgermeister-von-Soosten-Schule in Wehdel für das 3. Schuljahr wieder eine Bläserklasse angeboten worden. 11 von 18 Kindern nutzen dieses innovative, im Landkreis Cuxhaven einmalige Konzept der musikalischen Ausbildung.
3 verschiedene Institutionen arbeiten Hand in Hand, um den Kindern ein Jahr lang den kostenlosen Musikunterricht anzubieten. Die Wehdeler Grundschule unterstützt das Projekt, leistet die administrativen und organisatorischen Arbeiten in der Schule und bettet die Bläserklasse in den Unterrichtsablauf ein. Der Förderverein Musica Nova stellt die finanziellen Mittel für die Bezahlung der Ausbilder zur Verfügung. Das sinfonische blasorchester wehdel stellt die Instrumente und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und organisiert den Unterricht.
Eine Schulstunde in der Woche werden die Kinder in einer Holzbläsergruppe (Leitung Jaqueline Berge) und in einer Blechbläsergruppe (Leitung Krisztian Jambor) unterrichtet. Der Orchestervorsitzende Rainer Tober hat eine Ausbildung als Bläserklassenleiter und ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf. Er unterrichtet wöchentlich in einer Schulstunde die gesamte Bläserklasse als kleines Orchester und sorgt für einen ausgeglichenen Zusammenklang. Er hatte auch die Idee einer Bläserklasse in der Schule und setzt sich voll dafür ein, dass dieser alternative Weg zur Instrumentalmusik in Wehdel erfolgreich beschritten wird.
Das Ziel der Wehdeler Bläserklasse ist es, nach einem Schuljahr bereits einige kleine Musikstücke in der Öffentlichkeit vorzuführen. Die Kinder sollen so nicht nur den Spaß an der Musik an sich erleben sondern auch durch kleine Auftritte Erfolgserlebnisse haben. Daraus erwächst die Motivation sich weiter mit dem Instrument zu beschäftigen und nach der Bläserklasse mit dem individuellen Einzelunterricht weiterzumachen. Dies ist der wichtige Schritt zum Übergang in das Nachwuchsorchester, dann in das Jugendorchester und zu guter Letzt in unser großes Orchester.
Natürlich gibt es auch viele Jugendliche, die es nach der Schule beruflich oder durch ein Studium in Gegenden verschlägt, die etwas weiter weg von Wehdel liegen. Wer viel geübt hat und gut unterrichtet wurde hat es dann in der neuen Umgebung leicht, neue Freunde zu finden. Denn gute Musiker werden überall gerne in den Orchestern aufgenommen, auch im Süden unseres Landes sind norddeutsche Musiker gern gesehen. Das wissen wir aus Erfahrung, denn es gibt schon viele ehemalige von uns, die im ganzen Land verstreut in unterschiedlichen Orchestern eine neue Heimat gefunden haben.

 

Jugendkonzert der Nachwuchsmusiker des sinfonischen blasorchesters wehdel

Am Sonntag, 9. Juni, musizierte der Nachwuchs des sinfonischen blasorchesters wehdel in der Bürgermeister-von-Soosten-Schule. Zahlreiche Zuhörer konnten sich von den Fortschritten der Schüler überzeugen. Jugendwart Florian Plötzky führte gekonnt durchs Programm.
Manch junger Musiker trat das erste Mal vor Publikum auf und war entsprechend nervös. Aber die Lehrer Helmut von Kotzebue/Querflöte, Krisztian Jambor/Trompete, Jaqueline Berge/Klarinette, Nana Kinzurashvili/Klavier, Koji Hosoda/Drumset, Tomoyo Ueda/Marimbaphon, Rainer Tober/Posaune und Imke Nieschlag/Klarinette und Saxofon, hatten ganze Arbeit geleistet und ihre Schüler gut auf die Auftritte vorbereitet.
Neben den Solo-, Duett- oder Triovorträgen der 20 jungen Musiker traten auch zwei junge Orchester auf. Die Jüngsten spielten in der Bläserklasse unter der Leitung von Rainer Tober, die etwas Älteren spielten in dem Nachwuchsorchester unter der Leitung von Malte Behrens und Julia Steenken. Hier zeigte sich, dass beim Probenwochenende in der Jugendherberge Hude sehr viel musiziert worden war. Das Publikum forderte eine Zugabe, die auch gerne gespielt wurde. Der Olympiasong von 1988 in Seoul “One Moment in time” beendete das Konzert, welches von den Jugendwarten des sinf. Blasorchesters Wehdel organisiert worden war.
Das einzige, was jetzt noch verbessert werden muss, ist die Situation am Kuchenbuffet, denn die Schlange in der Pause war doch recht lang. Als positives Zeichen kann man dem aber entnehmen, dass die von den Eltern gespendeten Kuchen in den vergangenen Jahren so schmackhaft waren, dass sich ein Anstellen immer wieder lohnt. Aber wir arbeiten daran, versprochen!
Die Jugendwarte Alena, Pia, Anne-Marie, Kara, Malte, Maren, Florian und Julia

 

Probenwochenende des Nachwuchsorchesters in Hude am 18./19. Mai 2013 mit leichten Anlaufschwierigkeiten

Nachdem die kleinen Problemchen zu Beginn des Wochenendes gelöst waren – es ging nicht nach Worpswede in die Jugendherberge wie geplant (man hatte dort die Reservierung vergessen), sondern ganz kurzfristig nach Hude; es fehlte bei der Abfahrt in Wehdel plötzlich eine Mitfahrgelegenheit für ein Kind; Orientierungsprobleme während der Anreise, da das Navi des Führungsfahrzeuges ausfiel – wurde es doch noch ein sehr ergiebiges Probenwochenende für das Jugendorchester.
Malte und Julia probten mit den 17 Teilnehmern/innen die Stücke, die im Jugendkonzert am Sonntag, 9. Juni ab 14.00 Uhr, dargeboten werden sollen. Was da wären die “Four Old Dances”, “Things That Go Bump In The Night” und “Pirates Of The Caribbean” und vielleicht gibt es auch noch eine Zugabe. Aber das wird noch nicht verraten. Nur so viel, es wird in den Stücken nicht nur auf den Instrumenten gespielt. Die jungen Musiker jedenfalls sind vorbereitet.
Aber es wurde nicht nur geprobt, es gab auch eine Menge Freizeit, die meist auf dem Fußballplatz neben der Herberge verbracht wurde. Das miese kalte Wetter störte da überhaupt nicht. Schade nur, dass wir es wieder nicht ins Waldschwimmbad direkt neben der Herberge geschafft haben. Für den Abend hatten die Jugendwarte Kara, Anne-Marie, Pia, Maren und Florian ein kleines “Wetten Dass” vorbereitet, was für einiges Gelächter sorgte. Sieger wurden “Go, Girls, go” vor “Biene Malte und Freunde”. Natürlich gab es Pantomime, es wurden Partituren geklatscht und es wurden sogar menschliche Pyramiden in dem flachen Kellerraum geturnt. Es war alles dabei!
Die Kleinigkeiten wie “Gibt es denn genügend Steckdosen für die vielen Ladegeräte der Handys?”, “Sitz gerade, so kann man doch keinen ordentlichen Ton blasen!” oder “Setze dich bitte nach vorne an die Stuhlkante” wurden auch gelöst. Wenn man nämlich das Handy hinter sich auf den Stuhl legt, dann muss man ja an der Stuhlkante sitzen, denn sonst würde man sich ja auf das Handy drauf setzen. Ein Dirigent in einem Nachwuchsorchester muss manchmal Nerven wie Drahtseile mitbringen.

sinfonisches blasorchester wehdel erfolgreich beim 5. Deutschen Musikfest
Teilnahme am BDMV-Konzertwettbewerb in der Höchststufe in Chemnitz

Alle sechs Jahre organisiert die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) das Deutsche Musikfest (DMF), dass in diesem Jahr am Himmelfahrtswochenende in Chemnitz stattfand. Die drittgrößte Stadt Sachsens wurde für 4 Tage zur Heimat von 15.000 Musikerinnen und Musikern und freute sich über den Besuch von 150.000 Gästen.
Zahlreiche Bühnen waren in der Innenstadt aufgebaut, von allen Seiten klang es in den unterschiedlichsten Stilrichtungen.
Bereits beim 4. Deutschen Musikfest 2007 in Würzburg war das sinfonische blasorchester wehdel zugegen und stellte sich einer Jury.
Acht Orchester stellten sich dem BDMV Konzertwettbewerb in der Höchststufe (Kategorie 5), darunter das sinfonische blasorchester wehdel als einziges niedersächsisches Orchester.
Die 65 hochmotivierten Wehdeler Musikerinnen und Musiker reisten bereits am Himmelfahrtstag an und bezogen Ihr Quartier im rund 30 km von Chemnitz entfernten Meerane im Romantikhotel Schwanefeld. Noch am gleichen Abend wurden auch schon die Instrumente und Noten ausgepackt und diverse Registerproben abgehalten.
Der Freitagvormittag begann mit einer rund einstündigen Tutti – Einspielprobe unter der Leitung von Konzertmeister Malte Behrens im großen Konferenzsaal des Hotels. Gut eingestimmt und eingespielt ging es dann auf nach Chemnitz, wo am Nachmittag in der Oper die Wertung anstand.

Bühne des Opernhauses war der perfekte Rahmen

Die Bühne des Opernhauses Chemnitz bot einen passenden und würdigen Rahmen für die Vorträge der Orchester. Der Vortrag des sinfonischen blasorchesters wehdel setzte sich zusammen aus dem Pflichtstück, der modern komponierten “Mouvement Symphonique” von Stefan Adam und dem Selbstwahlstück, der dreisätzigen “A Savannah Symphony” des englischen Komponisten Philip Sparke.
Das Orchester spielte unter der Leitung seines Dirigenten Thomas Ratzek sehr ausdrucksstark, klangschön und musikalisch. Der Beifall des Publikums und der hochkarätig besetzten 5-köpfigen Jury stimmte das Ensemble zuversichtlich. Man hatte alles gegeben und konnte das in den Proben akribisch erarbeitete auf den Punkt abrufen. Das Orchester hatte im Vorfeld für die Vorbereitung beider Stücke nur rund 4 Monate Zeit. In Anbetracht der Schwere beider Werke eine große Herausforderung für Dirigent und Orchester.

Samstag war Tag der Musik in Chemnitz

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Musikfestes und der Freizeitgestaltung. Der Tag begann mit der Besichtigung der “sächsisch-thüringischen Schokoladenmanufaktur”, bevor es erneut in die Chemnitzer Innenstadt ging. In kleinen Gruppen wurde die Stadt erkundet, die zahllosen musikalischen Vorträge auf den vielen Bühnen genossen, aber natürlich wurden auch die weiteren Vorträge im Rahmen des Konzertwettbewerbs interessiert beobachtet.
Am Nachmittag hatte der Festausschuss des Orchesters ein gemeinsames Essen organisiert. Am Abend lockte zum Einen ein Konzert des Landesblasorchester (LBO) Baden-Württemberg in der Stadthalle Chemnitz, zum Anderen das Polizeiorchester Bayern unter der Leitung von Prof. Johann Mösenbichler – einem der Juroren des BDMV Höchststufenwettbewerbs – und dem Euphonium-Solisten Steven Mead, bevor man sich Abends auf dem Marktplatz traf, um dem beeindruckenden Konzert der Big Band der Bundeswehr zu lauschen, die bis spät in die Nacht für Partystimmung sorgte.

Ergebnisbekanntgabe und Preisträgerkonzert

Am Sonntag stieg die Spannung schon vor dem Frühstück in fast unerträgliche Höhen. Bereits um zehn Uhr begann im großen Saal der Stadthalle das Preisträgerkonzert samt Ergebnisbekanntgabe der Wettbewerbe.
Als die Ergebnisse des Konzertwettbewerbs bekannt gegeben wurden, brach bei den Wehdelern großer Jubel aus. Man hatte unerwartet den 4. Platz errungen mit 92,4 von 100 möglichen Punkten.
Man konnte einige namhafte Orchester aus dem mittel- und süddeutschen Raum auf die Plätze verweisen.
Im Anschluss an die Bekanntgabe begaben sich alle auf die Rückfahrt. Erschöpft von der langen Busfahrt aber wohlbehalten kamen alle abends wieder in Wehdel an.

“Tag der Musik” begeisterte das Publikum

von Anne Buchmann, KSK Wesermünde-Hadeln

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Kreismusikverbandes Cuxhaven e. V. (KMV) förderte die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln (KSK) gemeinsam mit den VGH-Versicherung, der EWE und der Stadtsparkasse Cuxhaven am 1. Mai 2013 den “Tag der Musik”. Den zahlreichen Musikliebhabern wurde eine bunte Musikshow in der Kugelbake-Halle geboten und viele Gäste nutzten auch gleich die Gelegenheit, sich ein Bild über die musikalische Vielfalt im Landkreis Cuxhaven zu machen.

Das Frühschoppenkonzert wurde eröffnet vom Blasmusikzug Wingst mit dem Marsch “An der Elbe”. Anschließend begrüßte der Kreisverbandsvorsitzende Ralf Drossner die erschienenen Ehrengäste und Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch im Rahmen eines Grußwortes.

Der Blasmusikzug Wingst unter der musikalischen Leitung von Carmen Fick bot ein abwechslungsreiches Programm, dem sich Auftritte des Musikzugs Cuxhaven und des Spielmannszugs Otterndorf anschlossen. Den Abschluss des Frühschoppenkonzertes bildete ein Auftritt der “Hechthausener Oste-Musikanten” unter der musikalischen Leitung von Vardan Tonoyan.

Als Abschluss und Höhepunkt des Frühschoppenkonzerts stand ein gemeinsames Finale aller teilnehmenden Orchester an. Jürgen Grell dirigierte den Marsch “Das Lieben bringt groß Freud” und die “Nationalhymne”. Eine besondere Atmosphäre entstand beim Finalstück “Highland Cathedral”, das mit einem Solo von Lars Drossner an der kleinen Trommel und Jan Schäfer mit den Great Highland Bagpipes begann und melodisch unter dem Dirigat von Ralf Drossner von den teilnehmenden Orchestern übernommen wurde.

Das Nachmittagskonzert wurde von dem Sinfonieorchester im Landkreis Cuxhaven unter der musikalischen Leitung von Raimund Limpinsel eröffnet, bevor es dann mit den Klängen des Spielmannszugs Cadenberge fortgeführt wurde, die in einer sehr großen Besetzung angetreten waren. Swingig wurde es im Anschluss, als die Big-Band der Musikschule an der Oste unter der musikalischen Leitung von Mikael Börensen aufspielte, bevor es dann in der Pause einen größeren Bühnenumbau gab, um das 70-köpfige Orchester des sinfonischen blasorchesters wehdel auf der Bühne einzurichten. Das imposante Orchester unter der musikalischen Leitung von Thomas Ratzek nutze die Gelegenheit, Teile ihres Programms für die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb am letzten Wochenende in Chemnitz, darzubieten und überzeugten mit einer ungeheuren Klangvielfalt, die von Moderator Udo Bernshausen den Gästen informativ nähergebracht wurde.

Rote Mützen und Weihnachtsmusik
Nachwuchsorchester auf Weihnachtstour

In diesem Jahr hat es sich das Nachwuchsorchester des sbw unter der Leitung von Malte Behrens nicht nehmen lassen auch an den alljährlichen Weihnachtsauftritten teilzunehmen. Und dies gleich bei drei Veranstaltungen.
Los ging es mit nicht weniger als der Eröffnung des Bremerhavener Weihnachtsmarktes am 26.11.2012. Vor der großen Kirche in der Fußgängerzone umrahmte das Nachwuchsorchester musikalisch die symbolische Entzündung des Weihnachtsbaumes durch den Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz. Leider wurde die Musik in keinem Wort während der kurzen Rede vor dem Publikum erwähnt und das benötigte Licht für die weiteren Weihnachtslieder im Anschluss der Rede nicht wieder eingeschaltet, so dass der Auftritt des Nachwuchsorchesters im wahrsten Sinne des Wortes etwas im Dunkeln blieb. Trotzdem war es musikalisch ein gelungener Start der Weihnachtstour.
Nächste Station war dann ein Auftritt bei der Weihnachtsfeier des TSV Wehdel im Sportlerheim am 08.12.. Neu ausgestattet mit zum Anlass passenden Weihnachtsmützen sorgte das Nachwuchsorchester über 1 Stunde verteilt für Weihnachtsstimmung. Da die Weihnachtsfeier im Freien stattfand und auch die Temperaturen weihnachtlich niedrig waren, wurde einfach ein Heizstrahler entwendet und in die Mitte des Orchesters gestellt.
Zusammen mit einigen heißen Getränken konnte so eine den Umständen entsprechend angenehme Spielatmosphäre geschaffen werden. Von den Zuhörern gab es viel Lob für die beachtliche Leistung der jungen Musiker.
Der letzte Auftritt fand auch schon gleich einen Tag später statt: Der Wehdeler Ortsverein des DRK lud ein zur alljährlichen Senioren-Adventsfeier. Hier bilden traditionell immer Musiker des sinfonischen blasorchester wehdel den feierlichen Schlusspunkt der Veranstaltung, im diesem Jahr gebührte die Ehre dem Nachwuchsorchester.
Bereits während der ersten Stücke wurde im Publikum schon kräftig mitgesungen, so dass es bei zum gemeinsamen “Oh du fröhliche” am Ende eigentlich gar keiner Aufforderung zum Mitsingen mehr bedurfte.
Zusammengefasst war es ein gelungenes Debut des Nachwuchsorchesters in der Welt der Weihnachtskonzerte, dem im kommenden Jahr wohl noch weitere Auftritte folgen werden.